16 Januar 2016

Ugly - die Hässliche

Ugly ist eine, selten zum Kauf angebotene, Zitrusfrucht.
Der Name bedeutet "hässlich", was teilweise der Wahrheit entspricht, denn die Frucht von Ugly sieht aus wie eine unreife, dreckige Orange mit einer großporigen, ledrigen Schale, also optisch nicht besonders appetitlich ;-)

Lt. Wikipedia, sie ist eine Kreuzung aus Mandarine, Grapefruit und Pampelmuse. Schmeckt etwas säuerlich-süß  und aromatisch. Hat sehr wenige Samen.
Ich hatte Glück. In meinen Uglys habe ich nur ein Kern gefunden und er ist gekeimt!
Nach fast fünf Monaten ist meine Ugly stolze 14 cm groß. Und ich hoffe, bevor ich in Rente gehe, wird sie mal ein paar Früchte tragen.



08 Januar 2016

Die neue Kleingärtnerin ist da!

Habt Ihr schon gesehen?
Die neue Kleingärtnerin ist da! Sie feiert im April ihr 10 Geburtstag :-)
http://www.kleingaertnerin.de/




http://www.kleingaertnerin.de



30 Dezember 2015

Mein Jahresrückblick

Die Gartensaison 2015 hat bei mir nicht so besonders gut angefangen. Ende März ist die Gartenlaube meines Gartennachbarn abgefackelt. Und da sie direkt an meiner Gartengrenze stand, habe ich auch Schaden davon getragen. Mein Totholzecke, die als Versteck für Igel und andere Tiere gedacht war, wurde komplett verbrannt. Der Flieder, der dort wuchs ist auch vernichtet worden. Ein Rhododendron und der Bambus am Teich zur Hälfte.





Ich hatte noch Glück. Es hat in der Nacht viel geregnet, sonst hätte meine Laube auch Schaden genommen. Glücklicherweise haben alle Sträucher sich berappelt, der Flieder kommt auch, aber bis er so groß ist, dass er blüht, wird es ein paar Jahre dauern.
Dann kam ein kalter Frühling, der wollte nicht wirklich warm werden.
Glücklicherweise habe ich ein Gewächshaus!







Mitte Mai waren die ersten Salate fertig. Zwischen denn Salaten habe ich meine vorgezogenen Chilis gepflanzt. Am Anfang waren sie auch etwas mickrig und haben geschwächelt. Wir hatten einfach zu wenig Sonne. Aber dann haben sie durchgestartet. Leute, ich hatte noch nie so viele Chilis.




Trotz des Feuers haben wir auch Nachwuchs gehabt. Ein Pärchen Blaumeisen hat in einem unserer Nisthäuser gebrütet. Am 1 Juni sind die Kleinen rausgeflogen.







Ende Juli hatten wir die Kirschenernte. So üppig wie noch nie. Es hat für uns, die Nachbarn und die Stare ausgereicht :-)


 


Im Sommer hatte ich auch das erste Gemüse aus meinem neuen Hochbeet geerntet. Alles ist bombastisch gewachsen. Petersilie, die Gurken, Rote Beete, ein paar Buschbohnen und Salat. Dazwischen hatte ich Dill. Die Ernte war fantastisch! Deswegen habe ich mir ein zweites Hochbeet gewünscht. Er steht schon fertig und ist bereits halb voll. Im Frühling wird es mit Komposterde aufgefüllt.

Und ganz zum Schluss habe ich es noch geschafft meinen Steingarten aufzuräumen. Er war komplett zugewuchert. Manche Pflanzen hatten gar kein Platz mehr. Giersch und Löwenzahn haben dort jetzt nichts mehr zu suchen. Ich hoffe, es reicht für paar Jahre ;-)




In diesem Jahr habe ich auch sehr viele dicke Bohnen geerntet. Ich habe immer noch welche im Tiefkühler. Die Erbsen waren auch sehr lecker. Und was mich besonders gefreut hat, ich hatte sogar Erdbeeren! Vielleicht war ich einfach mal schneller als die Räuber.


Im Großen und Ganzen war es kein schlechtes Gartenjahr. Nur das Feuer war wirklich schlimm. Für kurze Zeit habe ich meine ganze Freude verloren.
Ich hoffe, im nächsten Jahr passiert nichts Schlimmes mehr. Die ganze Unglück soll im Jahr 2015 bleiben.
In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch und alles Gute für das Jahr 2016!

27 Oktober 2015

Chili und Co.

Die Chili-Ernte war in diesem Jahr ausgesprochen üppig. Ob es an dem Wetter lag, oder guter Pflege?
Getrocknet reicht es für die nächsten Jahre. Und scharf sind die Jungs, wirklich scharf.

Außerdem habe ich in diesem Jahr zum ersten mal richtig schöne Rote Bete. Wahre Riesen, 40 bis 50 cm lang. Eine Rote Beete bringt mehr als ein Kilo auf die Waage. So viel kann man gar nicht essen. Ein Teil habe ich gekocht und als Beilage zubereitet und dann eingefroren. Lecker!
Die Petersilie ist auch besonders üppig gewachsen.
Dazu muss ich sagen, dass das ganze Wurzelgemüse nur so schön geworden ist, weil ich es in meinem neuen Hochbeet ausgesät habe. Der Boden in meinem Garten war immer zu fest und zu lehmig dafür, aber jetzt funktioniert es super!
Das zweite Hochbeet wird im Frühling auch in Betrieb genommen. Im nächsten Jahr werde ich neben der Petersilie auch Karotten und Porree aussähen, vielleicht noch Sellerie. So hätte ich immer frisches Suppengemüse aus dem Beet.

25 Oktober 2015

Urlaubsfotos

Endlich habe ich geschafft meine Urlaubsfotos zu sortieren und auf die Website zu packen.
Hier sind sie:
http://www.hobby-fotografin.de/ilhas-dos-acores-die-azoren-faial/
http://www.hobby-fotografin.de/ilhas-dos-acores-die-azoren-pico/

Ich habe bisher keine Urlaubsfotos auf dem Blog gezeigt, heute mache ich eine Ausnahme, denn die Azoren sind es wert.

20 August 2015

Kleingärtner brauchen auch Urlaub!

Ja, das habe ich auch gedacht und bin in Urlaub gefahren. :-)
Alles war aufgeräumt, was zum Ernten war wurde abgeerntet. Nicht, dass ich so spontan war, gebucht habe ich bereits im April. Ich dachte halt, August wäre eine gute Zeit. ;-)
Der Urlaub war super, dafür hat mein Garten danach ausgesehen, als wäre ich mehrere Wochen unterwegs. Und dabei war ich gerade 10 Tage nicht da. Schönes Wetter,  alle paar Tage etwas Regen, alles hat sich prächtig weiterentwickelt. Als ich zurück war, hatte ich gleichzeitig 3 Riesenzucchini, stark übergewichtige Einlegegurken, eine erste rote Tomate, die so überreif war, dass sie alleine durch das pflücken geplatzt ist und in jeder Ecke Unkraut. Hilfe!!! Bin schon seit drei Tagen dabei etwas Ordnung reinzubringen.
Die Nacktschnecken haben auch Urlaub gehabt, ich war nicht da, sie könnten sich also frei bewegen, was sie offensichtlich auch schamlos ausgenutzt haben. Sie haben meine schöne weiße Dahlie komplett (!) abgefressen. An den Rittersporn im Gewächshaus haben sie sich auch rangemacht. Sie waren sogar an den Bohnen dran. Das hat mir nicht wirklich gefallen. Merkwürdigerweise haben sie aber die Tagetes gar nicht abgefressen. Wahrscheinlich hat der Salat und Chinakohl besser geschmeckt.
Und was lernen wir daraus, nie wieder Urlaub im August! Im Juli wäre aber auch nicht so günstig. Ich war mal im Juli paar Tage weg, kurz vor der Kirschernte. Nach fünf Tagen waren die Kirschen nicht mehr da. Der April ist auch keine gute Alternative, zu der Zeit gibt es ganz viel zu tun im Garten, dafür ist der Mai schon etwas besser. Vorausgesetzt man hat im April alles gemacht und einen guten Nachbar hat, der das Gewächshaus beaufsichtigt (habe ich!). Aber der Urlaub darf nicht länger als zwei Wochen sein oder sollte in die Wintermonate verlegt werden.

Insel Pico

Wie schon bemerkt, der Urlaub war super! Ich war auf den Azoren, mitten auf dem Atlantik. Ich war im Vorjahr schon mal dort, aber auf einer anderen Insel. Diesmal waren es Pico und Fajal. Es sind zwei Inseln vulkanischen Ursprung, die sich in einer Entfernung von ca. 3 Kilometern befinden.
Aus Sicht eines Hobbygärtners sind die Inseln sehr interessant, den die Gärten dort sind komplett anders als bei uns. Im Vorgarten sieht man Kakteen oder Palmen und nur selten Rasen und Blumen, so was wie Gemüsegärten hinterm Haus, gibt es gar nicht. Auf den Feldern wird sehr viel Mais angebaut und ein Gemüse, dessen Knolle wie Süßkartoffeln aussieht, heißt Taro, auch unter dem Namen Wasserbrotwurzel bekannt. Die Straßen sind auch ganz anders als unsere. Sie sind schmal, kurvig, und es gibt auf den beiden Inseln keine Autobahn. Dafür sind sie sehr blumig! Links und Rechts des Weges wachsen riesengroße Hortensien. Manchmal auch andere Sträucher. Das idyllische Bild ergänzen glückliche und zufriedene Kühe, die das ganze Jahr draußen bleiben und saftiges Grass fressen. Diese Zufriedenheit schmeckt man aus dem Käse heraus, der dort produziert wird. Die Landschaft und der Käse sind eine Reise wert!

Azorianische Kuh

Hortensien




19 Juli 2015

Ein kleiner Tomatenratgeber

Tomaten schmecken lecker und sind gesund. Das weiß jeder Hobbygärtner. Leider ist der Anbau nicht so ganz einfach.
Am Anfang wachsen die Tomatenpflanzen meistens unproblematisch. Ca. 3 Monate nach der Aussaat bilden sie bereits die ersten Blüten. Da freut sich der Gärtner!
Aber ab dann können die ersten Probleme auftreten. So ist mir mal ergangen, dass die Blüten, eine nach der anderen, direkt über der Knospe abgeknickt und abgefallen sind. Traurig, denn keine Blüte heißt keine Tomate.
Dafür gibt es mehrere Ursachen. Tomaten befruchten sich selbst, dazu brauchen sie etwas Wind, damit  der Pollen die Blüte befruchten kann. Die häufigste Ursache für abfallende Blüten ist, wenn die Tomaten in einem geschlossenen Gewächshaus, oder auf einem windgeschützten Balkon, stehen.
Für Abhilfe reicht es, die Pflanzen, so um Mittag, mehrmals zu schütten. Es funktioniert, und ist viel einfacher als künstliche Befruchtung z.B. mit einem Pinsel.
Es gibt aber auch andere Ursachen für nicht bestäubte Blüten bei Tomaten. Ich habe mal gelesen, dass bei Temperaturen unter 13 Grad und über 30 Grad die Tomatenblüten nicht befruchtet werden. Das habe ich auch selbst beobachten können. Im ersten Jahr nachdem ich mein Gewächshaus gebaut habe, hatte ich dort Tomaten gepflanzt. Sie sind riesengroß gewesen, haben aber ganz schlecht getragen. Dazu wurden die Pflanzen alle von der Tomatenfäule befallen. Zum Saisonende habe ich nur teils vergammelte, teils vertrocknete Pflanzenreste rausgeholt. Es gab mehrere Ursachen für meinen Misserfolg: Erstens war es dort viel zu heiß: an sonnigen Tagen bis 40 Grad. Dann war es auch sehr feucht, und es gab dort kaum eine Luftbewegung. Das sind die drei Elemente, die man braucht um seine Tomaten zu killen.
Jetzt bin ich eine glückliche Besitzerin von einem 7 qm. großem Balkon. Dort stehen meine Tomaten, geschützt vom Regen in warmen, aber nie zu heißen Lage. In diesem Jahr hoffe ich auf ein großen Erfolg!
Im Vorjahr habe ich einen anderen Fehler gemacht. Ich hatte drei verschiedene Sorten von Tomaten. Sie alle standen ziemlich dicht zusammen. Im Endeffekt, hatte ich nur ganz wenige Tomaten, einer Sorte die es gar  nicht gibt ;-) . Dadurch, dass sie dicht beieinander gestanden haben, habe sie sich gegenseitig befruchtet. So habe ich, ganz ungewollt, Kreuzungen erschaffen, die ich gar nicht wollte.
Es gab nur wenige Früchte, und besonders lecker waren sie auch nicht.

Jetzt sind meine Pflanzen soweit, dass sich die ersten kleinen Tomaten zeigen, noch klein, aber es besteht die Chance dass sie großer werden :-)
Damit es auch passiert, kann man den Pflanzen etwas helfen. Es wird überflüssiges Blattwerk von der Pflanze entfernt. Viele kennen das Ausgeizen. Ausgeizen bedeutet, dass man die aus den Blattachseln wachsende junge Seitentriebe rausbricht. Ratsam ist es auch, die untersten Blätter zu entfernen. Sie würden frühzeitig sowieso gelb werden und von alleine Abfallen.

Dann gibt es noch Krankheiten, die unsere Tomaten befallen können. Die häufigste ist die Kraut- und Braunfäule, auch Tomatenfäule genannt. Erst werden die Blätter braun, später auch die Tomaten selbst. Es ist eine Pilzkrankheit. Eine befallene Pflanze kann man nicht retten. Es ist aber möglich der Krankheit vorzubeugen. Die Tomaten mögen es unten nass, oben trocken. Es heißt, kein Wasser auf die Blätter. Ein überdachtes, seitlich offenes Tomatenhaus wäre ideal.

Es gibt noch einen Aspekt, der uns immer noch ein Strich durch die Rechnung machen kann: das Wetter. Damit die Tomaten groß und Süß werden, brauchen sie die Sonne. Darauf haben wir leider kein Einfluss, es bleibt zu hoffen, das der Sommer lang und sonnig wird. So wäre es möglich die Tomaten bis in den Herbst zu ernten.

Und noch was, habt ihr gewusst dass es auch mehrjährige Tomatensorten gibt?