26 August 2006

Es gibt auch gute Schnecken!

Heute habe ich versucht eine Gehäuseschnecke zu fotografieren. Sie ist mir durch ihres helles rotgestreiftes Haus ins Auge gefallen. Und eins muss ich sagen, es war sehr schwer. Dafür muß man wirklich Geduld haben.
Also habe ich zuerst einen schönen, grünen Hintergrund gesucht. Als ich die Schnecke auf den Hintergrund gelegt habe, hat sie sich noch tiefer in ihrem Haus verkrochen. Ich habe etwas gewartet, dann habe ich versucht sie mit Funkie und Tagetes rauszulocken. Die Pflanzen sind doch so beliebt bei Schnecken. Aber nicht bei dieser! Nach Minuten hat sie das eine Ding, das wie ein Alien-Auge aussieht, rausgesteckt, in meine Richtung gestreckt, und Zack, sie war wieder drin. Dann habe ich wieder gewartet, dann hatte sie das zweite Ding kurz mal gezeigt und schnellstens wieder versteckt. Ein paar mal hat sie das Spiel mit mir gespielt. Und dann hat sie sich ganz verkrochen. Gemeine Schnecke! Schade. Sie hatte ein richtig schickes Haus!

P.S. Die auf dem Foto ist eine andere.

16 August 2006

1001 Art eine Nacktschnecke zu Kompost zu verarbeiten

Die ist die Plage eines jeden Gärtner, die Nacktschnecke. Nach drei Tagen Regen sind sie alle aus ihren Löchern rausgekrochen und haben sich sofort auf meine Bohnen gestürzt! Die Biester! Ein paar von den Jungs (oder vielleicht Mädels?) haben aber leider Pech gehabt; ich war im Garten und sie sind mir über den Weg gekrochen. Ich habe sie mit größtem Vergnügen in den Nacktschneckenhimel geschickt. Wenn man überlegt, dass eine Schnecke ca. 150 Eier legt, und selbst davon nur 10% überleben, so hat man in Null koma Nix 15 neue Schnecken im Garten. Dazu kommt noch, dass die Schnecken Zwitter sind, also jede beliebige Schnecke kann mal Mädchen werden und Eier legen... Und ganz schnell haben wir sehr viele neue Schecken...
Ich habe mich schon mal mit dem Thema beschäftigt: www.kleingaertnerin.de/ungebetene_gaeste.html#Nacktschnecken . Heute bin ich auf Idee gekommen einen Ratgeber für Kleingärtner zu schreiben "1001 Art eine Nacktschnecke zu Kompost zu verarbeiten".

10 August 2006

Ist das schon Spätsommer?

Heute sollte es regnen, hat es aber nicht. Es sollte auch kühler werden, ist es auch nicht, nur zum Abend wurde etwas frischer. Und nur daran und an den Spätsommerblumen wie Sonnenhut und Phlox merkt der Kleingärtner, dass der Herbst sich langsam nähert. Auch der Oregano und die Melisse stehen in voller Blüte. Aber Vorsicht, die zwei Kräuter dürfen nicht ausblühen, sonst haben wir im Garten nur noch Oregano und Melisse. Die Insekten, würden sich sehr darüber freuen! Ich aber weniger. Die zwei Kräuter breiten sich sehr schnell aus. Der Sonnenhut sät sich auch sehr gerne selbst aus, in meinem Garten zumindest. Bei der Nachbarin will er überhaupt nicht wachsen und obwohl es nur weniger Meter sind, geht er immer ein. Meine andere Nachbarin hat von mir mehrere Frauenmantel-Pflanzen bekommen. Es hat auch nicht geklappt. Und bei mir wachsen Riesenexemplare! Nicht das jemand denkt, ich würde angeben, nein, nein. Bei mir ist auch schon einiges eingegangen. Z. B. Nachbars Kokardenblume, die will bei mir überhaupt nicht. Oder auch Blumenkohl, mit dem hat es noch nie richtig geklappt und auch die Tomatenernte ist meistens sparlich ausgefallen. Aber wir werden nicht aufgeben. Die Tomaten versuchen ich und auch meine Nachbarin jedes Jahr aufs Neue und immer noch sind wir guter Hoffnung! Die eine Tomate die bei mir schon fast rot ist, wird am Samstag als Tomate-Mozarella-Salat verspeist! Guten Appetit!

06 August 2006

Das Insektenhotel: der Bau geht weiter

Die Arbeiten an dem Insektenhotel gehen weiter, leider langsamer als geplant. Zum Ersten, es fehlt an Material. Es ist nicht so einfach unbehandeltes Baumaterial zu finden. Ich weiß es nicht, ob es von Bedeutung ist, dass das Holz unbehandelt ist, ich will aber nicht riskieren, dass mein Hotel unbewohnt bleibt. So bleibt mir nichts übrig, als die Gartennachbarn und Freunde zu fragen. Fast jeder hat etwas in der Ecke liegen, was ich zum Bau nutzen kann. Ob Steine, oder altes Holz, auch Stroh und alte Tontöpfe, alles kann ich gebrauchen. Das zweite Problem ist, das die ganze Arbeit ziemlich mühsam ist, bis man die Löcher in den Holzstücken gebohrt hat, oder das Stroh gebündelt ist, vergehen Stunden. Besonders wenn das Akku von der Bohrmaschine schon nach wenigen Löchern den Geist abgibt. Na ja, bis Herbst bin ich hoffentlich fertig.
Natürlich wenn ich mir das Ganze nicht doch noch mal überlege. Heute haben mich die Wespen und Bienen regelrecht verfolgt. Ich glaube nicht, dass der Grund die Freude auf neues Zuhause war!