26 Januar 2014

Jahresrückblick

Das vorige Gartenjahr war nicht so besonders. Schon von Anfang an lief es nicht optimal. Der Februar war einer der Sonnenärmsten Monate überhaupt. Die frisch ausgesäten Paprika wollten gar nicht raus. Die ersten Tage im März wurde es kurz frühlingshaft warm, man konnte denken, der Frühling wäre schon unterwegs. Ich habe die Zeit genutzt und die ersten Arbeiten durchgeführt. Die Gemüsebeete waren sehr früh fertig. Ich habe geplant eine neue Mischkultur auszuprobieren und wollte dicke Bohnen mit Kartoffeln kultivieren. Dicke Bohnen sollen möglichst früh ausgesät werden, damit sie von der Schwarzen Laus verschont bleiben. So habe ich ein paar Reihen Bohnen gelegt und geplant, dass ich dann später, ab Mitte April die Kartoffeln zwischen die gekeimten Bohnen einpflanze. Aber nix da, meine Dicke Bohnen hatten keine Chance unter dem dicken Schnee zu keimen, denn kurz darauf ist der Winter zurück gekommen. Der Schnee lag bei uns fast bis in die erste Hälfte April hinein und bis Ende April war es bei uns saukalt, so das ich meine Kartoffeln erst dann legen konnte.
Im Mai ist dann endlich der Frühling gekommen, das gute Wetter ist leider woanders geblieben. Bei uns hat es nur noch geregnet. Die Kartoffeln haben sich zu Anfang bestimmt darüber gefreut, die sind sehr schnell gekeimt, und dann auch sehr schnell gewachsen. Ich habe mich schon auf eine gute Ernte gefreut. Leider zu früh. Nach mehreren Wochen Regen ist ein heißes, trockenes Wetter zu uns gekommen. Es hat dazu geführt, dass die Kartoffeln bei der Ernte im Juli die Größe einer Walnuss erreicht haben. All die Urlauber, die an der Ostsee die Ferien verbracht haben, waren ganz bestimmt von dem Wetter begeistert, wir Kleingärtner etwas weniger. Ich hatte gehofft, dass die Nacktschnecken durch das trockene Wetter weniger werden, leider nicht mal das. Als im August wieder Regen kam, sind die Nacktschnecken alle aus ihren Löcher rausgekrochen und haben weiter gefressen, als wäre nichts gewesen.
Die Erdbeeren waren im letzten Jahr genauso mickerig. Einzig die Buschbohnen waren mit der Trockenheit im Juli zufrieden. Die mögen warmes, trockenes Klima.
Die Kirschernte war auch extrem mager. Da der Frühling so spät gekommen ist, gab es viel zu wenige Insekten, um die Kirschblüten zu bestäuben. Die Apfelernte war auch nicht so besonders. Die meisten Äpfel sind im Laufe des Sommers in Folge der trockenen Witterung abgefallen.
Auf dem Balkon hatte ich zwei Tomatenpflanzen, eine Fleischtomate und eine Kirschtomate, die normalerweise auch sehr gut tragen. Ich habe sie als fertige, ca. 50 cm Pflanzen gekauft,  mit der Hoffnung, schnell Tomaten essen zu können. Es waren leider zwei besonders blühfaule Exemplare, erst Ende August könnte ich die ersten Tomaten pflücken, dafür aber bis Oktober. Geschmeckt haben sie leider überhaupt nicht. In diesem Jahr werde ich den Tomatenanzucht von Anfang an selbst in die  Hand nehmen.
Und dann ist der Oktober gekommen, der den Orkan "Christian" mitgebracht hat. Mein Gewächshaus hat fliegen gelernt. Ein Monat später hatten wir den nächsten Orkan, den "Xaver", der hat meinen Rosenbogen kaputt gemacht. Das Gewächshaus haben wir reparieren können, der Rosenbogen ist leider komplett kaputt gegangen.
Für das Jahr 2014 wünsche ich uns allen ein besseres Wetter, nicht so extrem wie im vorigen Jahr. Optimal wäre doch schönes, sonniges Wetter am Tag, alles drei oder vier Tage Regen, am besten nachts, und ein langer, warmer Herbst. Das wäre doch was, oder?




26 Juli 2013

IGS 2013

Voriges Wochenende war ich in Hamburg auf der Internationalen Gartenschau 2013. Es war sehr schön, sehr blumig und bunt, aber etwas weniger international.


Vor 10 Jahren gab es die Internationale Gartenausstellung in Rostock. Sie war tatsächlich international. Mehrere Länder haben Platz für eigene Gärten bekommen, um das typische für das jeweilige Land zu zeigen. Hier in Hamburg hat sich das Internationale mehr auf die Kontinente begrenzt, passender wäre gewesen, es Multikulti zu nennen statt international ;-)



Für mich waren aber die Blumen das Wichtigste. Die riesengroßen Blumenbeete, fast so groß wie mein ganzer Garten! Manche haben fast ausgesehen wie Wildwiesen, die anderen etwas mehr "kultiviert", aber alle waren wirklich wunderschön. In einem der Beete wurde roter Mangold zwischen die Blumen gepflanzt. Fand ich wirklich schön und auch etwas zum Lachen, als ich gehört habe "Oh, guck! Rhabarber!"

In der großen Halle auf dem Gelände gibt es eine Sonderausstellung, organisiert durch verschiedene Botanischen Gärten. Der Botanische Garten aus Kiel war mit einer Kakteenausstellung dabei. Besonders schön waren die Dickblatt-Sorten als Bonsai, viele seltene Orchideenarten, uvm. Die Gerbera wurden extra schön präsentiert, was mich besonders gefreut hat, denn den Schnittblumen wird kaum noch Beachtung geschenkt.

Sehr interessant fand ich eine "Musterbaumschule". Vor allem das Bewässerungssystem.
Für alle, die viel Geld haben und ein Gartenhaus brauchen, gab es eine Präsentation von Luxusgartenhäusern. Die meisten Häuser waren so groß, dass ich nie und nimmer eine Genehmigung von meinen Gartenverein bekommen würde! ;-)

Eigentlich musste man so eine Blumenschau mehrere Male sehen um die unterschiedlichen Bepflanzungen zu sehen. Bisher habe ich aber nur die Sommerblumen gesehen. Ich würde gerne noch mal im Herbst das ganze sehen. Vielleicht schaffe ich es noch.


Mehr Fotos findet Ihr auf Facebook unter: http://www.facebook.com/Kleingaertnerin/IGS_2013





17 Mai 2013

Der Sommer kann kommen

Nach dem kalten Winter, dem späten Frühling, hoffe ich diesmal wieder auf einen guten Sommer.
Wenn ich so nachdenke... Wir im Norden, haben schon seit langen keinen guten Sommer gehabt.
Bis auf die zwei Wochen Verspätung, hat diese Jahr soweit alles gut angefangen. Der Garten blüht und gedeiht. Alles was im April noch nicht soweit war, ist jetzt im Mai explodiert. Die Bäume blühen, die Vögel zwitschern. Alles versucht die verlorene Zeit nachzuholen. Ich auch. :-)

Im Gewächshaus hatte ich heute 42 Grad Celsius. Die Paprika lieben es und entwickeln sich prächtig. Die Salate vom Gewächshaus können wir bald essen, die von draußen noch lange nicht. Dafür haben sich die Speisezwiebeln sehr schön entwickelt, so schön wie noch nie. Ich hoffe, es werden keine Zwiebeln fressende Monster in meinen Garten kommen und sie verspeisen. Ich hätte so gerne das erste Mal etwas Erfolg im Zwiebelanbau! Sonst waren sie immer klein und sehr wenige.
Die Kartoffeln hatten auch keine besondere Lust rauszukommen, aber langsam, ganz langsam zeigen sie sich auch. Ich hoffe auch auf eine gute Kirschernte. Der Blühte droht kein Frost und wenn es genug Insekten gibt, die all die Bäume gleichzeitig bestäuben, kriegen wir eine bombastische Ernte.
Momentan sieht mein Garten richtig schön aus. Die Tulpen blühen noch, alle die Sträucher auch, die Kirsche und der Apfel... Und wie auch sonst zu dieser Zeit der Löwenzahn! Was wäre der Garten im Mai ohne Löwenzahn! Viel Schlimmer finde ich Giersch. Wie in all den Jahren davor habe ich wieder den Krieg gegen Giersch ausgerufen! Dass fast jeder Giersch im Garten hat, hat sich die Garten-Gift-Industrie zu Nutze gemacht. Letztens habe ich einen Unkrautvernichter mit Namen "Giersch frei" gesehen. Darauf habe ich gefragt, was das für ein Zeug sei. Die nette Verkäuferin hat mir freundlich erklärt, dass das Zeug inhaltlich genau dasselbe ist, wie das ganz (normale) "Unkraut frei". Die Marketingabteilung gibt dem gleichen Produkt einen neuen Namen, weil ja alle ganz speziell dem Giersch den Kampf angesagt haben. Das ist natürlich viel effektiver als nur ein Unkraut-Frei Produkt!


07 April 2013

Frühling?

So verspätet war der Frühling noch nie. Auf jeden Fall nicht seit ich meine Garten habe. Heute, am 07. April, liegt in den schattigen Ecken noch Schnee. Aber ich habe mich ganz und gar nicht daran gestört. Ich war gestern und heute im Garten und ich war die einzige! Liebe Kleingärtner, fünf Grad über Null ist doch super! Vor einer Woche hatten wir doch noch Frost! ;-)
Na ja, und die Sonne hat sich auch gezeigt. Ich habe auf jeden Fall schon ganz viel geschafft. Das Gewächshaus ich vorbereitet. Es keimen schon meine Radieschen. Nächste Woche werde ich wie immer ein paar Salate pflanzen. Zum Ende des Monats, wenn das Wetter es zulässt, werde ich die Paprika auspflanzen. Anfang Mai kommen dann die Gurken.
Da ich jedes Jahr Paprika oder Peperoni und Gurken im Gewächshaus kultiviere, habe ich heute auf der Hälfte, wo ich letztes Jahr angebaut habe, die Erde ausgetauscht. Es ist sehr wichtig, denn im Gewächshaus kommt es sehr schnell zu Bodenmüdigkeit durch wiederholten Anbau der selben Pflanzen. Der Boden wird dann auch gedüngt und bearbeitet. Die Paprika werden sich freuen. :-) In diesem Jahr will ich auch eine Zucchini im Gewächshaus haben, mit der Hoffnung dass sie schnell Früchte bringt. Ich esse so gerne Zucchini, besonders die eigenen.
Außerdem habe ich auch die Speisezwiebeln gesteckt. Die Zwiebeln habe ich vor dem Stecken im Wasser eingeweicht. Es verhindert, dass die trockene Zwiebeln aus dem Boden rausspringen, nachdem sie Feuchtigkeit aus dem Boden aufgenommen haben.
Die meisten Beete habe ich schon Anfang März vorbereitet, als wir kurz Mal den Frühling zu Besuch hatten. Jetzt muss ich nur nach und nach das Gemüse säen und pflanzen. Ich hoffe, das Wetter lässt es auch zu.
Ich muss auch unbedingt was mit dem Rasen machen. Er ist eine Katastrophe! Die Maulwürfe haben den ganzen Winter lang Winterspiele veranstaltet. Wer baut den größten Hügel, wer baut am schnellsten einen Hügel, wer baut die meisten Hügel in der kürzesten Zeit. Auch die Wühlmäuse haben kurz überlegt und ihren eigenen Wettbewerb ausgerufen. Wer in welcher Kategorie gewonnen hat, weiß ich nicht. Ich lasse es noch mal durchgehen ;-). Aber wenn es sich im nächsten Jahr wiederholt, werdet ihr sehen was ihr davon habt, ihr Maulwürfe und Wühlmäuse!!!
Da ist noch die Sache mit den Nachtschnecken, wie in jedem Frühling auch. Mit der Schneckenabwehr muss man sehr früh anfangen. Ich wollte schon anfangen, aber glücklicherweise (für die Nacktschnecken) habe ich kaum welche gefunden. Ich habe alle üblichen Verstecke abgesucht, und nur ganz wenige gefunden. Ob ein Wunder passiert ist, und die Schnecken den Winter nicht überlebt haben???

24 Februar 2013

Die Sache mit dem Nachtschatten

Nachtschattengewächse? Sind das nicht die, die in der Nacht wachsen, oder war es im Schatten? Ich höre es immer wieder. Oder sowas: die Nachtschattengewächse, die brauchen zwar auch Licht, aber wachsen tun sie bei Nacht. Und noch ein Beispiel: die Nachtschattengewächse sind, die mit wenig Licht auskommen. Hi,hi...
Jetzt ist mal Zeit mit dem Blödsinn aufzuräumen. Nachtschattengewächse sind Pflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Chili, Stechapfel, Petunien, Tabak und viele andere. Gemeinsam haben sie, dass die meisten teilweise oder ganz, mal mehr oder weniger giftig sind. Glücklicherweise sind ein paar davon aber auch lecker. Manche sind essbar, aber nur gegart, wie Kartoffeln, die anderen nur im reifem Zusand wie Tomaten. Wieder andere, wie Stechapfel, sind ganz und gar giftig.
Viele Nachtschattengewächse werden seit hunderten von Jahren in der Medizin verwendet, aber da hier ein Gartenblog ist, werde ich es nicht weiter erläutern. Alle brauchen auf jeden Fall sehr viel Sonne zum Wachsen. Jeder Gärtner kann bestätigen, dass eine Tomate die im Schatten steht nichts bringt und Paprika und Chili selbst im warmen Gewächshaus nicht gedeihen, wenn es an Sonnenlicht mangelt. Eine gute Portion Dünger brauchen sie auch, denn sie gehören zu den Stark- oder Mittelzehrern.
Der Name "Nachtschattengewächse" bringt einen auf den Gedanken, dass es etwas mit dem Schatten oder der Nacht zu tun hat. Leider ist es nicht mehr möglich zu erklären, was genau der Name bedeutet. Ein paar Theorien dazu liefert Wikipedia.

11 Februar 2013

Bei mir geht es schon wieder los!

Es ist immer noch der tiefste Winter bei uns. Aber wie die meisten Hobbygärtner kann ich den Frühling nicht erwarten. Nur noch zweieinhalb Wochen bis zum März. Und der März zählt als Frühling. Der aktuelle Winter ist schon lang genug, und sollte rein statistisch bald enden. Laut der Hobbygärtner-Statistik ist der Winter immer zu lang, die Nacktschnecken-Population wächst jährlich ums doppelte (mindestens!) und die Sommer werden immer schlimmer, vergleichbar mit den Sommern meiner Kindheit. Damals war ein Winter noch ein Winter, und der Sommer noch Sommer. Nicht so wie heute... :-)
Also, wie schon erwähnt, ich habe schon angefangen. Gestern habe ich Paprika ausgesät. Sie braucht bis zu 3 Wochen und ca. 20-25 Grad bis sie keimt. Den März über bleibt sie auf der Fensterbank und im April ab ins Gewächshaus. Als nächstes werde ich Löwenmäulchen aussehen, danach dann auch Salat. Sollten wir in den nächsten Tagen Temperaturen über Null haben, würde ich gerne Dicke Bohnen legen. Die keimen schon ab 5 Grad Bodentemperatur. Man erntet sie dann im Mai-Juni. Ich müsste noch den Winterschnitt an meinen Bäumen durschführen. Vielleicht klappt es noch. Bisher hat war es entweder zu kalt oder es hat geschneit oder geregnet.

21 Januar 2013

Maulwurfsgarten

Ich war am Wochenende im Garten. Ich wollte mal sehen, was für Tiere sich in meinem Garten so rumtreiben. Ich habe fest damit gerechnet wieder Spuren von Rehen zu finden. Aber nix da. Zum Glück! Im Herbst wurden wieder welche gesichtet, und obwohl ich sie sehr mag, bin nicht so sehr begeistert, wenn sie mein Garten besuchen. Sie sind so gefräßig, egal ob Winter oder Sommer. Sie fressen alles außer Giersch und Löwenzahn.
Anstatt Rehspuren habe ich ganz viele Maulwurfhügel vorgefunden. Hätte ich vor, im Frühjahr den Rasen zum Acker zu machen, hätte nicht viel zu tun. Der Rasen ist kein Rasen mehr, es ist eine Mondlandschaft geworden. Die Gemüsebeete, die im Frühling bearbeitet werden müssen, haben die Maulwürfe nicht umgegraben. Schade eigentlich! Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Maulwürfe ihre Haufen am liebsten auf dem Rasen bauen? Und warum sind es immer so viele an einer Stelle? Für mich ist es, als würde man gleich zwei oder drei Türen nebeneinander bauen. Oder kreuzen sich die Tunnel übereinander und nur rein zufällig liegen die Ausgänge an der selben Stelle?
Vielleicht wollen die Maulwurfs-Nachbarn es nicht sehr weit von einander haben wenn sie für einen kleinen Schnack vor die Türe gehen? Aber sind Maulwürfe nicht Einzelgänger?
Egal, liebe Maulwürfe, bei mir seid Ihr herzlich eingeladen. Ich werde euch nicht vergiften und auch nicht wegjagen. Bei mir dürft ihr auch im Rasen wühlen, nur bitte nicht alle zugleich ander selben Stelle! :-)




Maulwurfhügel Wettbewerb 2013

25 November 2012

Social Media Sunday

Am 18. November hat in der Lüneburger Heide ein Treffen der besonderen Art stattgefunden: ein Social Media Sunday.
Die Firma Romberg, auf Gartenartikel für Hobbygärtner spezialisiert, hat 18 Hobbygärtner und Blogger aus ganz Deutschland zu einem Workshop eingeladen. Ich war auch dabei!

18 geladene Gäste, die Gastgeber und Organisatoren haben den ganzen Tag heftig und mit sehr viel sozialem Engagement über Themen wie Umwelt und Natur diskutiert.

Da ich in der Berichtserstattung nicht so geübt bin, verweise ich an dieser Stelle an die Leute von Gartenzwerg.tv, die mit der Kamera dabei waren:



Ich habe dort viele Menschen getroffen, denen genauso wie mir, die Natur am Herzen liegt.
Darf ich vorstellen?
Cactus Practice, Die Bauergartenfee, Gartenzwerg.tv, Meinwoody, Cactusblog, Urbangruen, Livona, Der kleine Horrorgarten, Mygreenhood, Green friday, Balkonliebe, Das grüne Netzwerk, Balkonrosen-Blog

Ich bin sicher, ich werde in Zukunft wieder mal was zu diesem Thema zu berichten haben, denn wir haben abgemacht weiter am Ball zu bleiben.
Die Welt braucht Idealisten, auch die, die sich Hobbygärtner nennen :-)

20 November 2012

Ich habe einen Baum gepflanzt

Hallo Leute!
Ich habe heute einen Baum gepflanzt und zwar mit Hilfe von http://www.iplantatree.org und http://www.easy2sync.de
Zu bewundern: rechte Spalte.

14 Oktober 2012

Es wird wieder kalt

Heute ist der erste Tag bei uns, wo die Temperatur am Tage unter der 10 Grad-Marke bleibt. Dazu nieselt es und bleibt wohl ziemlich ungemütlich. Glücklicherweise hat die Wettervorhersage für die kommende Woche angesagt, dass wir noch mal Temperaturen um 16 Grad bekommen sollen. Mal sehen ;-). Abwarten, Tee trinken. In den letzten Wochen war auf die Wetterprognosen kein Verlass. Es wird halt Herbst.
Im Garten habe ich momentan noch sehr viel zu tun. Wie in den vorigen Jahren habe ich wieder ganz viele Blumenzwiebeln gekauft. Mir passiert es immer wieder, dass ich, verzaubert von den schönen Blüten auf der Verpackung, mehr kaufe als ich im Garten Platz habe. Wenn alle Zwiebeln überlebt hätten, wäre mein Garten im Frühling ein Meer aus Tulpen und Osterglocken. Leider verschwinden viele von den Zwiebeln. Ich bin mir nicht ganz sicher welches Tier sie frisst, oder vielleicht verkümmern sie einfach durch den vielen Regen im Sommer. Keine Ahnung. Ich habe auch gehört, dass Fasane die Tulpenzwiebeln auf dem Speiseplan haben. Wenn es tatsächlich so ist, dann heißt es, Fasane haben gute Mägen, denn für uns sind Tulpenzwiebeln giftig.
Es ist schon interessant, z.B. Speisezwiebeln sind für Katzen und Hunde Gift, Schokolade auch.
Überhaupt, haben wir sehr viel Gift in unseren Gärten, selbt grüne Bohnen sind ungekocht giftig.
Glücklicherweise ist ein Kleingarten keine Hexenküche, gibt es viel leckeres und Gesundes.
Da es in diesem Sommer fast jeden Tag geregnet hat, haben sich die Nacktschnecken besonders gut entwickelt. Sie haben mir so gut wie alles weggefressen. Ich habe 12 Spitzkohlpflanzen gehabt, 11 davon haben die Schnecken gefressen. Die Erdbeeren auch, und sie waren selbst auf den Bohnen.
Jetzt ist gerade die Zeit, wo die kleinen Nachtschnecken aus den Eiern geschlüpft sind. Ich habe ganz viele gesehen. Es bedeutet, man sollte sich schon jetzt darum kümmern.
Die Beete, die abgeräumt sind, habe ich mit Rasenschnitt und Laub bedeckt. Es tut dem Boden und den Tieren gut.
Dort wo im nächsten Jahr der Kohl stehen soll, habe ich halbverrotteten Kompost ausgebracht.
Es ist sehr wichtig, dass der Boden nicht unbedeckt über den Winter steht. In den Blumenbeeten lasse ich einfach die obererdische Teile über den Winter und räume auch das Laub nicht weg. Erst im Frühling wird aufgeräumt.
Es müssen auch noch die Vogelhäuschen gesäubert werden, aus dem Teich alle abgestorbene Pflanzenteile rausgefischt werden, das Laub vom Rasen wegrechen usw.
Ich habe noch genug zu tun. :-)

03 September 2012

Der Hase

Der Hase hüpfte heute Abend vor meinem Balkon. Gegenüber hat sich der Nachbarskater auf Lauer gelegt und wollte den Hasen nicht vorbei lassen. Falls jemand denkt, ich würde auf dem Dorf wohnen, nix da, es ist mitten in der Stadt. Allerdings gibt es hier keine große Straße und viele Gärten und Grünflächen.

24 August 2012

Große Freude mit Kleingärten

Liebe Leser und Freunde, darf ich mein Buch vorstellen?
 

Wer hätte es gedacht. Vor über sechs Jahren habe ich mit dem Kleingarten Blog begonnen. Ich wollte nur etwas darüber schreiben, was in meinem Garten so passiert. Mal eine kurze Meldung, mal ein Gedanken der mich beschäftigt hat, und manchmal auch nur um ein Foto zu zeigen.
Nach den ganzen sechs Jahren habe ich für meine Arbeit eine besondere Belohnung bekommen: ein Buch.
Vor wenigen Wochen hat sich ein Verlag bei mir gemeldet und gefragt ob ich vielleicht Lust dazu hätte, ein Buch aus meinen Blog zu machen. Und hier ist es. Meine "Große Freude mit Kleingärten".
Das Buch ist erhältlich über Amazon, bloggingbooks.de, morebooks.de ua.
ISBN-978-3-8417-7067-7

Ich freue mich sehr, denn ich wollte schon immer mein eigenes Buch schreiben :-)

17 August 2012

Warum ist Kapuzinerkresse gut für den Garten?

Ich bekomme hin und wieder Mails von Lesern der Kleingaertnerin.de. Oft sind es Fragen zu Gartenarbeiten, manchmal Fotos, eine Anregung oder eine neue Information.
Letztens kam die Frage, warum ich schreibe, dass Kapuzinerkresse gut gegen Blattläuse ist. Die Leserin schrieb, dass die Blütenstile ihrer Kapuzinerkresse komplett von den Läusen bedeckt sind. Wie kann das gut sein?
In dem Fall ist die Antwort ganz einfach. Wenn die Kapuzinerkresse z. B. neben einer Rose wächst, die bekanntlich von Blattläusen geradezu geliebt wird, werden die Läuse auf die Kapuzinerkresse übergehen. Wir entfernen die befallenen Triebe und fertig. Die Kapuzinerkresse bekommt in wenigen Tagen neue Knospen und die Rose ist gerettet. Die Kapuzinerkresse leistet gute Dienste als "Köder"! Außerdem ist sie schön und man kann sie auch essen. Die frischen Blüten kann man zum dekorieren von Salaten verwenden und die nicht ausgereiften Samenkapseln als "Falsche Kapern" zubereiten.

Falsche Kapern aus Kapuzinerkresse

    Kapuzinnerkresse
  • Unausgereifte Samenkapseln der Kapuzinerkresse
  • Salz
  • Essig

Frisch gepflückte Kapseln in ein Glas geben, schichtweise mit Salz bestreuen und mit einigen Tropfen Wasser beträufeln, damit das Salz feucht wird. Etwas schütteln, kalt stellen und solange stehen lassen, bis die nächsten unausgereiften grünen Samenkapseln zur Verfügung stehen. Die neuen Kapseln dazugeben, wieder mit Salz bestreuen und schütteln. Wenn das Glas voll ist, noch eine Woche stehen lassen. Anschließend in ein Sieb schütten und mit klarem Wasser abspülen. Die "falschen" Kapern in ein Glas geben und bis zum Rand mit Essig füllen. Das Glas verschließen und kühl lagern.

24 Juli 2012

Magere Ernte

Die Ernte wird dieses Jahr nicht so besonders. Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. In den letzten Wochen hat es überdurchschnittlich viel Wasser von oben gegeben und unterdurchschnittlich wenig Sonne. Dem entsprechend fällt unsere Ernte aus. :-(
Die ersten Kartoffeln waren so mikrig, dass sie sich nur als Rosmarinkartoffeln eignen oder eventuell noch als Papas Arrugadas con Mojo. Für die Gerichte nimmt man die kleinen Kartoffeln. Die zweite Ernte war etwas besser aber lange nicht so gut wie im Vorjahr.
Bei den Bohnen sieht es bei mir etwas besser aus. Aber die Nachbarn haben nur Verluste gemeldet. Alles von Schnecken abgefressen! Ich denke, ich bin die einzige bei uns, die Bohnen erntet.
Beim Obst sieht es auch nicht so rosig aus. Kirschen gab es keine. Die drei, die ich mal gesehen habe, sind von alleine abgefallen.
Von den 20 Äpfeln hängen vielleicht  noch 5. Die Erdbeeren habe ich nur im grünen Zustand gesehen. Kaum haben sie die Farbe geändert, wurden sie von Vögeln oder anderen Dieben geholt. Selbst die Stachelbeeren habe ich kaum probiert. Andere waren schneller!
Es gibt aber Hoffnung. Meine Gurken! Ich habe heute die erste Ernte gehabt. Kleine, süße Gürkchen. Ich habe sie gleich ins Glas gepackt, gewürzt und mir Salzwasser übergossen. In zwei bis drei Tagen gibt es lecker Salzgurken.
Ein wenig Hoffnung habe ich auch in die Zucchinis gesetzt. Die ersten sind vergammelt, aber es gibt schon neue Blüten und wenige kleine Mini-Zucchinchen. Wenn es nicht wieder regnet, schaffen sie es vielleicht noch!

21 Juli 2012

Kleingärtnerin auf Facebook

Hallo Leute, ich habe fast vergessen; Die Kleingärtnerin ist seit kurzem auch über Facebook erreichbar: http://www.facebook.com/Kleingaertnerin

17 Juli 2012

Reisanbau für Kleingärtner

Ich denke, es ist die Zeit gekommen sich als Kleingärtner an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen. Mir ist dabei der  Reisanbau in den Sinn gekommen. Bei unseren Niederschlagsmengen in den letzten Wochen würde es doch locker klappen. Da wäre aber noch eine wichtige Frage zu klären? Fressen Nachtschnecken auch Reispflanzen? Wenn ja, würde ich dann vielleicht lieber mit Papyrus anfangen.
Mir ist natürlich klar, dass die Temperaturen noch nicht optimal sind, durchschnittlich 17 Grad, sind für den Reis oder Papyrus noch zu wenig. Der Klimawandel wird es aber schon hinkriegen.
Bis sich die Durchschnittstemperatur auf das erforderliche Niveau erhöht hat, haben wir Zeit um die Terassen für den Reisanbau zu bauen. Die Frage um die Nacktschnecken muss bis dahin auch geklärt werden.
Also liebe Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, wir müssen auch umdenken. Wenn ich meine mickrigen, ca. 2 cm. Durchmesser kleinen Minikartoffeln sehe, oder die durch Schnecken zerfressenen Salate zum Kompost werfe, fällt es mir nicht besonders schwer an Alternativen zu denken.
Nur was sind die Alternativen? Ein Dach über dem Garten und künstliches Licht? Oder ist der Reisanbau unsere Perspektive?
Manchmal ist es wirklich nicht leicht ein Optimist zu bleiben. Besonders dann, wenn alles was nicht durch die Schnecken gefressen wird, durch den täglichen Regen kaputt geht.

08 Juli 2012

Wieder mal die Nacktschnecken

Heute hatten wir ein Gewitter bei uns. Morgen soll es  wieder regnen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es jeden Tag regnet. Prinzipiell ist es gar nicht schlecht, es muß nicht extra gegossen werden, wenn nicht die Nacktschnecken wären... Sie fühlen sich bei dem Wetter pudelwohl.
Genaugenommen haben die Spanischen Nacktschnecken hier bei uns nichts zu suchen. Sie sind doch Südländer! Was wollen sie bei uns im Norden? Den mickrigen Salat oder die paar Studentenblumen, die sie sich mit ganz vielen anderen Schnecken teilen müssen? Wenn es einem Zauber geben würde, würde ich alle Nacktschnecken in die tropischen Wälder von Vietnam oder Thailand wegzaubern. Dort herrscht ein wirklich ideales Klima für die Viecher.
Ich habe mal gelesen, dass Madeira eine Menge verschiedene Schneckenarten beheimatet. Ich war zwei Mal dort und habe kaum eine Schnecke gesehen. Vielleicht soll ich die aus meinem Garten nach Madeira exportieren? Ich glaube aber kaum, dass sich die Gärtner dort darüber freuen würden, die Schnecken sicherlich schon...

28 Juni 2012

Die Kleingärtnerin


 "Laura" Ausgabe Nr. 27 vom 27.06.2012.
Sowie es aussieht, trägt die ganze Schreiberei an der Kleingärtnerin   Früchte.
Die Kleingärtnerin hatte in diesem Jahr zum ersten Mal an einem Tag über 1600 Besucher. Ich war selbst überrascht. Von Jahr zum Jahr werden es mehr, die Zahl steigert sich pro Jahr um etwa 50% vergleichbar zum Vorjahr. Kurz gesagt, meine Website und mein Garten werden immer bekannter. Ich erhalte wöchentlich Mails von anderen Hobbygärtnern mit Fragen und Anregungen. Manchmal sind auch Fotos dabei.
Eines Tages im März habe ich eine Anfrage von dem Zeitschrift "Laura" erhalten, ob ich bereit wäre für einen Artikel über Hobbygärtner ein Interview zu geben...
Das ist doch mal was, oder?

27 Mai 2012

Spitzkohl

Ich habe in diesem Jahr wieder mal Spitzkohl gepflanzt. Der schmeckt so lecker! Da es bei uns vom Kohlweißling nur so wimmelt, ist es notwendig die Pflanzen zu schützen.
Ich pflanze meinen Kohl seit Jahren in einem kleinem Folientunnel. Nur anstatt der Folie wird ein Netz gespannt. Ich kann somit gut giessen, ohne jedes Mal das Netz abnehmen zu müssen. Und die Schmetterlinge kommen nicht ran.

Das es im Beet nicht langweilig wird, und um den Platz optimal zu nutzen, habe ich zwischen den Kohlpflanzen Lauch ausgepflanzt. Nur ab und zu muss ich das Netz abnehmen, wenn ich Unkraut jäten will.
Die Kohlarten darf man nicht an der selben Stelle wie im Vorjahr pflanzen (letztes Jahr hatte ich Brokkoli). Zusätzlich wird das Beet jedes Jahr um ein Stück verschoben.
Die Kartoffeln habe ich in diesem Jahr zusammen mit Spinat gepflanzt. Bis die Kartoffelpflanzen richtig groß werden, wird der Spinat schon geerntet.
In einem kleinem Garten muss man den Platz halt gut nutzen. 

09 Mai 2012

Es gibt viel zu tun!

Ich habe schon lange nichts geschrieben. Ich hatte keine Zeit. Jetzt im Frühling gibt es wirklich viel Arbeit. Aber glücklicherweise habe ich so ziemlich alles geschafft, was ich wollte.
Die Kartoffeln sind drin, die ersten Bohnen habe ich auch schon gelegt. Radieschen esse ich schon seit mehreren Tagen. Sind die lecker! Scharf und knackig. Außerdem hat die erste Paprika schon eine kleine Frucht dran. Diesmal sollen es violette Paprika werden. Ich hoffe, sie schmecken auch gut. Die Salate sind in ca. 3 Wochen soweit.
Die Blumen sehen auch sehr gut aus, allerding habe ich festgestellt, dass ich deutlich weniger Tulpen im Garten habe. Sind es Mäuse. die sie fressen, oder vielleicht die Fasane? Ich habe noch kein Tier beim Knabbern von Tulpenzwiebeln erwischt. Interessant ist, dass für uns Menschen eine Tulpenzwiebel giftig ist.
Auf dem Fenster in der Küche habe ich noch die Zinnien. Sie müssen noch etwas warten bis sie ausgepflanzt werden. Zusammen mit den Tagetes und Petunien.
Den Kampf gegen das Unkraut, konkret gegen Girsch, gebe ich auch nicht auf. Girsch soll lecker schmecken, habe ich gehört. Vielleicht sollte ich ihn zum Salat verarbeiten?
Ja, jetzt hat man im Garten sehr viel zu tun, aber als Belohnung kriegt man später schönes gesundes Gemüse und einen tollen Garten. Und hin und wieder einen besonders schönen Anblick, wie hier, die Apfelblüte.