26 Juli 2013

IGS 2013

Voriges Wochenende war ich in Hamburg auf der Internationalen Gartenschau 2013. Es war sehr schön, sehr blumig und bunt, aber etwas weniger international.


Vor 10 Jahren gab es die Internationale Gartenausstellung in Rostock. Sie war tatsächlich international. Mehrere Länder haben Platz für eigene Gärten bekommen, um das typische für das jeweilige Land zu zeigen. Hier in Hamburg hat sich das Internationale mehr auf die Kontinente begrenzt, passender wäre gewesen, es Multikulti zu nennen statt international ;-)



Für mich waren aber die Blumen das Wichtigste. Die riesengroßen Blumenbeete, fast so groß wie mein ganzer Garten! Manche haben fast ausgesehen wie Wildwiesen, die anderen etwas mehr "kultiviert", aber alle waren wirklich wunderschön. In einem der Beete wurde roter Mangold zwischen die Blumen gepflanzt. Fand ich wirklich schön und auch etwas zum Lachen, als ich gehört habe "Oh, guck! Rhabarber!"

In der großen Halle auf dem Gelände gibt es eine Sonderausstellung, organisiert durch verschiedene Botanischen Gärten. Der Botanische Garten aus Kiel war mit einer Kakteenausstellung dabei. Besonders schön waren die Dickblatt-Sorten als Bonsai, viele seltene Orchideenarten, uvm. Die Gerbera wurden extra schön präsentiert, was mich besonders gefreut hat, denn den Schnittblumen wird kaum noch Beachtung geschenkt.

Sehr interessant fand ich eine "Musterbaumschule". Vor allem das Bewässerungssystem.
Für alle, die viel Geld haben und ein Gartenhaus brauchen, gab es eine Präsentation von Luxusgartenhäusern. Die meisten Häuser waren so groß, dass ich nie und nimmer eine Genehmigung von meinen Gartenverein bekommen würde! ;-)

Eigentlich musste man so eine Blumenschau mehrere Male sehen um die unterschiedlichen Bepflanzungen zu sehen. Bisher habe ich aber nur die Sommerblumen gesehen. Ich würde gerne noch mal im Herbst das ganze sehen. Vielleicht schaffe ich es noch.


Mehr Fotos findet Ihr auf Facebook unter: http://www.facebook.com/Kleingaertnerin/IGS_2013





17 Mai 2013

Der Sommer kann kommen

Nach dem kalten Winter, dem späten Frühling, hoffe ich diesmal wieder auf einen guten Sommer.
Wenn ich so nachdenke... Wir im Norden, haben schon seit langen keinen guten Sommer gehabt.
Bis auf die zwei Wochen Verspätung, hat diese Jahr soweit alles gut angefangen. Der Garten blüht und gedeiht. Alles was im April noch nicht soweit war, ist jetzt im Mai explodiert. Die Bäume blühen, die Vögel zwitschern. Alles versucht die verlorene Zeit nachzuholen. Ich auch. :-)

Im Gewächshaus hatte ich heute 42 Grad Celsius. Die Paprika lieben es und entwickeln sich prächtig. Die Salate vom Gewächshaus können wir bald essen, die von draußen noch lange nicht. Dafür haben sich die Speisezwiebeln sehr schön entwickelt, so schön wie noch nie. Ich hoffe, es werden keine Zwiebeln fressende Monster in meinen Garten kommen und sie verspeisen. Ich hätte so gerne das erste Mal etwas Erfolg im Zwiebelanbau! Sonst waren sie immer klein und sehr wenige.
Die Kartoffeln hatten auch keine besondere Lust rauszukommen, aber langsam, ganz langsam zeigen sie sich auch. Ich hoffe auch auf eine gute Kirschernte. Der Blühte droht kein Frost und wenn es genug Insekten gibt, die all die Bäume gleichzeitig bestäuben, kriegen wir eine bombastische Ernte.
Momentan sieht mein Garten richtig schön aus. Die Tulpen blühen noch, alle die Sträucher auch, die Kirsche und der Apfel... Und wie auch sonst zu dieser Zeit der Löwenzahn! Was wäre der Garten im Mai ohne Löwenzahn! Viel Schlimmer finde ich Giersch. Wie in all den Jahren davor habe ich wieder den Krieg gegen Giersch ausgerufen! Dass fast jeder Giersch im Garten hat, hat sich die Garten-Gift-Industrie zu Nutze gemacht. Letztens habe ich einen Unkrautvernichter mit Namen "Giersch frei" gesehen. Darauf habe ich gefragt, was das für ein Zeug sei. Die nette Verkäuferin hat mir freundlich erklärt, dass das Zeug inhaltlich genau dasselbe ist, wie das ganz (normale) "Unkraut frei". Die Marketingabteilung gibt dem gleichen Produkt einen neuen Namen, weil ja alle ganz speziell dem Giersch den Kampf angesagt haben. Das ist natürlich viel effektiver als nur ein Unkraut-Frei Produkt!


07 April 2013

Frühling?

So verspätet war der Frühling noch nie. Auf jeden Fall nicht seit ich meine Garten habe. Heute, am 07. April, liegt in den schattigen Ecken noch Schnee. Aber ich habe mich ganz und gar nicht daran gestört. Ich war gestern und heute im Garten und ich war die einzige! Liebe Kleingärtner, fünf Grad über Null ist doch super! Vor einer Woche hatten wir doch noch Frost! ;-)
Na ja, und die Sonne hat sich auch gezeigt. Ich habe auf jeden Fall schon ganz viel geschafft. Das Gewächshaus ich vorbereitet. Es keimen schon meine Radieschen. Nächste Woche werde ich wie immer ein paar Salate pflanzen. Zum Ende des Monats, wenn das Wetter es zulässt, werde ich die Paprika auspflanzen. Anfang Mai kommen dann die Gurken.
Da ich jedes Jahr Paprika oder Peperoni und Gurken im Gewächshaus kultiviere, habe ich heute auf der Hälfte, wo ich letztes Jahr angebaut habe, die Erde ausgetauscht. Es ist sehr wichtig, denn im Gewächshaus kommt es sehr schnell zu Bodenmüdigkeit durch wiederholten Anbau der selben Pflanzen. Der Boden wird dann auch gedüngt und bearbeitet. Die Paprika werden sich freuen. :-) In diesem Jahr will ich auch eine Zucchini im Gewächshaus haben, mit der Hoffnung dass sie schnell Früchte bringt. Ich esse so gerne Zucchini, besonders die eigenen.
Außerdem habe ich auch die Speisezwiebeln gesteckt. Die Zwiebeln habe ich vor dem Stecken im Wasser eingeweicht. Es verhindert, dass die trockene Zwiebeln aus dem Boden rausspringen, nachdem sie Feuchtigkeit aus dem Boden aufgenommen haben.
Die meisten Beete habe ich schon Anfang März vorbereitet, als wir kurz Mal den Frühling zu Besuch hatten. Jetzt muss ich nur nach und nach das Gemüse säen und pflanzen. Ich hoffe, das Wetter lässt es auch zu.
Ich muss auch unbedingt was mit dem Rasen machen. Er ist eine Katastrophe! Die Maulwürfe haben den ganzen Winter lang Winterspiele veranstaltet. Wer baut den größten Hügel, wer baut am schnellsten einen Hügel, wer baut die meisten Hügel in der kürzesten Zeit. Auch die Wühlmäuse haben kurz überlegt und ihren eigenen Wettbewerb ausgerufen. Wer in welcher Kategorie gewonnen hat, weiß ich nicht. Ich lasse es noch mal durchgehen ;-). Aber wenn es sich im nächsten Jahr wiederholt, werdet ihr sehen was ihr davon habt, ihr Maulwürfe und Wühlmäuse!!!
Da ist noch die Sache mit den Nachtschnecken, wie in jedem Frühling auch. Mit der Schneckenabwehr muss man sehr früh anfangen. Ich wollte schon anfangen, aber glücklicherweise (für die Nacktschnecken) habe ich kaum welche gefunden. Ich habe alle üblichen Verstecke abgesucht, und nur ganz wenige gefunden. Ob ein Wunder passiert ist, und die Schnecken den Winter nicht überlebt haben???

24 Februar 2013

Die Sache mit dem Nachtschatten

Nachtschattengewächse? Sind das nicht die, die in der Nacht wachsen, oder war es im Schatten? Ich höre es immer wieder. Oder sowas: die Nachtschattengewächse, die brauchen zwar auch Licht, aber wachsen tun sie bei Nacht. Und noch ein Beispiel: die Nachtschattengewächse sind, die mit wenig Licht auskommen. Hi,hi...
Jetzt ist mal Zeit mit dem Blödsinn aufzuräumen. Nachtschattengewächse sind Pflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Chili, Stechapfel, Petunien, Tabak und viele andere. Gemeinsam haben sie, dass die meisten teilweise oder ganz, mal mehr oder weniger giftig sind. Glücklicherweise sind ein paar davon aber auch lecker. Manche sind essbar, aber nur gegart, wie Kartoffeln, die anderen nur im reifem Zusand wie Tomaten. Wieder andere, wie Stechapfel, sind ganz und gar giftig.
Viele Nachtschattengewächse werden seit hunderten von Jahren in der Medizin verwendet, aber da hier ein Gartenblog ist, werde ich es nicht weiter erläutern. Alle brauchen auf jeden Fall sehr viel Sonne zum Wachsen. Jeder Gärtner kann bestätigen, dass eine Tomate die im Schatten steht nichts bringt und Paprika und Chili selbst im warmen Gewächshaus nicht gedeihen, wenn es an Sonnenlicht mangelt. Eine gute Portion Dünger brauchen sie auch, denn sie gehören zu den Stark- oder Mittelzehrern.
Der Name "Nachtschattengewächse" bringt einen auf den Gedanken, dass es etwas mit dem Schatten oder der Nacht zu tun hat. Leider ist es nicht mehr möglich zu erklären, was genau der Name bedeutet. Ein paar Theorien dazu liefert Wikipedia.

11 Februar 2013

Bei mir geht es schon wieder los!

Es ist immer noch der tiefste Winter bei uns. Aber wie die meisten Hobbygärtner kann ich den Frühling nicht erwarten. Nur noch zweieinhalb Wochen bis zum März. Und der März zählt als Frühling. Der aktuelle Winter ist schon lang genug, und sollte rein statistisch bald enden. Laut der Hobbygärtner-Statistik ist der Winter immer zu lang, die Nacktschnecken-Population wächst jährlich ums doppelte (mindestens!) und die Sommer werden immer schlimmer, vergleichbar mit den Sommern meiner Kindheit. Damals war ein Winter noch ein Winter, und der Sommer noch Sommer. Nicht so wie heute... :-)
Also, wie schon erwähnt, ich habe schon angefangen. Gestern habe ich Paprika ausgesät. Sie braucht bis zu 3 Wochen und ca. 20-25 Grad bis sie keimt. Den März über bleibt sie auf der Fensterbank und im April ab ins Gewächshaus. Als nächstes werde ich Löwenmäulchen aussehen, danach dann auch Salat. Sollten wir in den nächsten Tagen Temperaturen über Null haben, würde ich gerne Dicke Bohnen legen. Die keimen schon ab 5 Grad Bodentemperatur. Man erntet sie dann im Mai-Juni. Ich müsste noch den Winterschnitt an meinen Bäumen durschführen. Vielleicht klappt es noch. Bisher hat war es entweder zu kalt oder es hat geschneit oder geregnet.

21 Januar 2013

Maulwurfsgarten

Ich war am Wochenende im Garten. Ich wollte mal sehen, was für Tiere sich in meinem Garten so rumtreiben. Ich habe fest damit gerechnet wieder Spuren von Rehen zu finden. Aber nix da. Zum Glück! Im Herbst wurden wieder welche gesichtet, und obwohl ich sie sehr mag, bin nicht so sehr begeistert, wenn sie mein Garten besuchen. Sie sind so gefräßig, egal ob Winter oder Sommer. Sie fressen alles außer Giersch und Löwenzahn.
Anstatt Rehspuren habe ich ganz viele Maulwurfhügel vorgefunden. Hätte ich vor, im Frühjahr den Rasen zum Acker zu machen, hätte nicht viel zu tun. Der Rasen ist kein Rasen mehr, es ist eine Mondlandschaft geworden. Die Gemüsebeete, die im Frühling bearbeitet werden müssen, haben die Maulwürfe nicht umgegraben. Schade eigentlich! Ich habe mich schon oft gefragt, warum die Maulwürfe ihre Haufen am liebsten auf dem Rasen bauen? Und warum sind es immer so viele an einer Stelle? Für mich ist es, als würde man gleich zwei oder drei Türen nebeneinander bauen. Oder kreuzen sich die Tunnel übereinander und nur rein zufällig liegen die Ausgänge an der selben Stelle?
Vielleicht wollen die Maulwurfs-Nachbarn es nicht sehr weit von einander haben wenn sie für einen kleinen Schnack vor die Türe gehen? Aber sind Maulwürfe nicht Einzelgänger?
Egal, liebe Maulwürfe, bei mir seid Ihr herzlich eingeladen. Ich werde euch nicht vergiften und auch nicht wegjagen. Bei mir dürft ihr auch im Rasen wühlen, nur bitte nicht alle zugleich ander selben Stelle! :-)




Maulwurfhügel Wettbewerb 2013